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Wärme und Strom

Die Volldachlösung im Brüttental

Aus Sonnenlicht wird Strom, aus Strom wird Kälte, aus Kälte wird Abwärme, aus Abwärme wird Brauchwasser und Heizung.

Das Projekt steht unter dem Motto Energiegewinnung und Mehrfachverwendung. So liefert die schön integrierte vollflächige Photovoltaikanlage des Neubaus mit zwei Wohnungen den Strom nicht nur für den Eigenbedarf sondern auch gleich für die Kühlanlagen des angebauten Lebensmittelladens. Mit dem Neubau wurde das umbaute Volumen drei Mal grösser, während der Gesamtenergiebedarf kleiner wurde. 

Der Neubau ist als Holzbau ausgebildet. Um Speichermasse für die durch die grossen Südfenster passiv gewonnene Sonnenenergie zu speichern wurde innen möglichst viel Masse eingepackt. So u.a. mit Quarzsand im Lignatur Zwischenboden sowie mit mineralischen Unterlagsböden.

Mit dem auf Süd- und Westseite durchgehenden Laubengang und dem Vordach wird eine konstruktive Sommerbeschattung gewährleistet. Gleichzeitig dient diese auch dem Witterungsschutz der Holzfassade. Zusätzlich entwickelte der Bauherr eine innentemperaturgesteuerte Storenregelung für die grossen Fenster.

Der auf der Dachfläche mit der vollflächigen, schön integrierten Anlage gewonnene Strom wird vor allem für die Kühlanlagen des angrenzenden Lebensmittelladens gebraucht. Diese wiederum erzeugen Abwärme. Die Abwärme wird über einen Wärmetauscher in Wasserspeichern mit 3000 Litern gelagert und dient von dort aus für die Warmwasser- und Heizungsversorgung der Wohnungen. Der Bauherr evaluierte zuerst das System der solaren Kühlung mit Adsorptionskältemaschinen. Nachdem ihm diese noch nicht ausgereift genug erschienen, hat er dieses Nutzkonzept entwickelt.

Der Laden im angrenzenden Altbau hat eine lange Tradition und existiert seit 1880. Heute hat er eine Nutzfläche von 420 m2 und ist somit in der locker besiedelten Gegend ein wichtiger Versorgungsstützpunkt. Während vorher die gesamte Nutzfläche der beiden Wohnungen und des Ladens bei 390 m2 lag, liegt sie heute mit Ladenerweiterung und Wohnungsneubau bei 970 m2. Das umbaute Volumen wurde sogar verdreifacht. Der Gesamtenergieverbrauch wurde jedoch gleichzeitig massiv gesenkt.